-gehört in einem der Festzelte des Kaiserlichen Turniers 1027 BF in Gareth
"Das Mädchen habe ich gesehen, ja mein Herr. Sie wohnt bei dem Gauklervolk aus dem Süden. Sie ist mir schon von Anfang an aufgefallen da ihr ein grimmiger Zwerg nicht von der Seite weicht. Ich glaube nur der Herr Praios weiß was für eine Buhlschaft
-gehört am Rande des Turnierplatzes
"Nachdem wir das rothaarige Mädchen beobachteten, welches sich schon bei unserem ersten Treffen sehr unsicher und auffällig verhielt, wurde unsere Aufmerksamtkeit auf einen alten Mann gelenkt der sich ebenso bei den Gauklern aufhält. Der alte Mann nennt sich Reo der Erzähler. Ein Aventurienreisender Erzähler der scheinbar sogenannten Meckerdrachen mit sich führt um seine Erzählungen zu untermalen. Die Frage inwieweit Magie dabei im Spiel ist konnten wir nicht herausfinden doch handelt es sich eindeutig um eine magisch begabte Person. Ist der drache nun Illusion, fleischlich oder beschworenes Dämonengezücht? Wir werden ihn auf jedenfall im Auge behalten. Jemand der seine magische Begabung verheimlicht gehört unbestreitbar zu den schwarzmagischen oder ketzerisch freidenkenden Individuen."
"Meine liebe Schwester,
Falls es zu schlimmeren Ereignissen kommen sollte so werden sie auf der Burg gute Dienste leisten. Doch möchte ich in diesem Brief an dich nicht alles schwarz reden. Für die Familie von Alt-Grimmenstein war es ein gutes Turnier. Du hättest deinen Sohn sehen müssen. Von rondrianischem Eifer erfüllt stand er mir zur Seite und machte beim Bogenschießen und dem Gestampfe eine gute Figur. Mit Rondras Hilfe konnte ich die Tjoste gewinnen sowie viele Punkte im Einhand sowie dem Zweihandkampfe erreichen, was mir viel Bewunderung und den Favoritenstatus Königin Rohajas einbrachte. Ich würde dir gern noch viel mehr schreiben doch glaube ich das sich diese Geschichte an einem Feuer in unserer großen Halle bei der Feier unserer Rückkehr viel besser macht und viel Zeit bleibt mir nicht da ich diese Zeilen schreibe da der Auftrag drängt. Mach dir um uns keine Sorgen. Mit Heldar an meiner Seite habe ich noch jede Gefahr überstanden und deinen Sohn in diesen stunden an meiner Seite zu wissen erfüllt mich mit Stolz. Er wird der Familie viel Ehre bereiten.
"Tretet ein" Der Mann mit dem ergrauten Bart machte keine Anstalten sich von Fenster wegzubewegen oder auch nur seinen Blick aus dem Fenster abzuwenden. Er selber konnte sich nicht mehr daran Erinnern wie lange er hier in Trauer an diesem Fenster estanden hat. Noch immer waren seine Augen gerötet durch die vielen Tränen die er vergossen hatte. "Was gibt es" sprach er ohne den Blick auf die Person zu wenden die das Zimmer betreten hatte. "Mein Herr, ein Brief des Ritters Baeromar Thordenan von Alt-Grimmenstein"... "Was steht drinn?" ... "Er schreibt über euren Sohn..." Der Mann an dem Fenster wendete das erste mal seinen Blick ab, durchmaß den Raum mit festen Schritten und entriß dem leicht erschrockenem Ankömmling den Brief regelrecht. "Hinaus!" sagt er als er sich dem Brief zuwandte. Die Tür fiel ins Schloß und er war wieder allein und ging zurück ans Fenster. Sorgfältig lass er den Brief und als dieser endete liefen ihm wieder Tränen über die Wangen. Doch diesmal waren es Tränen anderer Art und mit einem Lächeln blickte er gen Himmel.



