Das Schwert der Tausend Morgen

Autor: Timo Raabe
Sonntag, 01 August 2010

  • In einer Taverne irgendwo in Aventurien….

    „Hier ist noch ein Bier mein alter Freund, Du scheinst es ja Kaum abwarten zu können, dass ich Euch meine Geschichte weiter erzähle. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, der Leonir betrat den Raum. Er sprach nicht viel, aber wir bekamen zumindest heraus, dass er hier auf dem Kontinent geboren wurde und auf den Namen Kyorbrash hörte. Kurz darauf ließ er uns dann auch schon mit unseren sicher noch zahlreichen Fragen alleine zurück und verließ den Raum durch die Geheimtür in der Wand durch die er den Raum betreten hatte. Er gab uns noch auf den Weg, dass wir uns erst einmal ausruhen sollten und uns mit Speis und Trank, die ein kleiner Junge kurz darauf auch servierte, stärken sollten.

    Nach einer kurzen Runde Boltan zwischen Verian, Lynn und mir nach dem Essen überkam uns sehr schnell die Müdigkeit und jeder von uns machte es sich im Raum gemütlich. Nach einem wahrlich sehr erholenden Schlaf und einem bei unserem Erwachen bereits servierten, reichhaltigen und sehr köstlichen Frühstück, wollten wir aufbrechen, aber nicht ohne vorher noch mal mit dem Hutmacher unserer weiteres Vorgehen zu besprechen. Er setzte uns in Kenntnis, dass wir nun auch durch die Gardisten Grangoks gesucht wurden und somit uns noch vorsichtiger und unauffälliger in der Stadt bzw. am Besten über die Kanäle bewegen mussten. Um von der Insel auf dem das Haus des Hutmachers lag zu unserem nächsten Ziel dem Haus des Antiquars zu kommen, überzeugte uns Helvetian, den wir sicherlich noch einige Male mit Losan ansprachen, erneut von seinen Qualitäten und seinem Können und besorgte uns in der Nacht unauffällig eine Gondel.

    Beim Antiquar angekommen zeigten wir mal wieder unsere gewohnte Unentschlossenheit. Helvetian versuchte zunächst durch den Kanal in den Keller zu tauchen und die Tür ins Haus zu öffnen. Nach seiner Rückkehr an der Gondel berichtete er uns, dass im Keller eine verschlossene Truhe steht und die Tür ins Haus nicht verschlossen war. Im Haus waren auch vom Kanal aus Stimmen zu hören, aber keine deutlichen Gespräche und alle Zimmer des Hauses waren hell erleuchtet. Es schien uns, dass wir bereits erwartet wurden und beschlossen einfach mit den von Lynn bei unserem letzten Besuch mitgenommenen Schlüssel durch die Küchentür ins Haus einzudringen. Da aber das Schloss scheinbar ausgetauscht wurde, blieb uns dann nur der Weg über Land und damit über die Haupttür. Da eine Bekanntschaft von Barax-Axt mit der Haustür sicherlich zuviel Aufsehen in den umliegenden Häusern erregt hätte, versuchte Lynn das neben der Haupttür liegende Fenster so unauffällig wie möglich zu öffnen, was ihr auch relativ gut gelang.

    Im Haus waren die Stimmen weiter zu hören, aber überraschender Weise nicht deutlicher der Inhalt der Gespräche. Es blieb weiter ein unverständliches Stimmenwirrwarr und auch die Quelle dieser Stimmen war nicht auszumachen, es stellte sich raus, dass wir ganz alleine im Haus waren. Bis auf die Kiste im Keller, dessen Schloss Barax-Axt nicht lange stand hielt, war im Haus nichts zu finden. Ein Buch und ein Beutel mit vermutlich güldenländischen Goldmünzen, nahmen wir aus der Kiste an uns und versenkten diese dann mitsamt dem abgeschlagenen Löwenkopf, den wir auch in der Kiste fanden, im Kanal und verlassen mit unserer Gondel über den Kanal in Richtung Haus des Komponisten geschützt vom nächtlichen Nebel das Haus des Antiquars.

    Leider bemerkten wir auf unserer folgenden Fahrt zu spät, dass nicht nur das Wasser von oben durch den Regen die Gondel füllte, sondern auch von unten Wasser in die Gondel eindrang und uns unweigerlich sinken ließ. Nun half nur noch schwimmen um das rettende Ufer zu erreichen, was uns mal wieder zeigte, dass unsere Gruppe sicher nicht für die See gerüstet sein mag. Nur mit letzter Kraft, gegenseitigem Helfen und unter Verlusten, schafften wir es ans rettende Ufer. Der Magier verlor seinen Stab und ich musste ihn, um ihn vor den Tiefen des Wassers zu retten, seines Umhangs und mich meines Rucksacks entledigen. Sicherlich ein kleiner Preis für das Leben eines Gefährten. Aber so waren wir auch froh uns von den Strapazen im verlassenen Haus des Komponisten auszuruhen und unsere Kleidung zu trocknen.

    Da wir in Grangor gesucht wurden, beschlossen wir tagsüber das Haus nicht mehr zu verlassen und schickten Verian, der noch nicht mit uns in Verbindung gebracht wurde und somit auch nicht gesucht wurde, mit dem Buch zum Hutmacher. Da die Seiten trotz genauem Betrachten leer zu seien schien, hofften wir, das evtl. der Hutmacher uns weiterhelfen könnte.

    Aber wie wir aus seinen späteren Berichten nach seiner Rückkehr erfuhren, machte der Hutmacher trotz mehrmaligem Klopfen nicht auf. Dafür wurde Verian von den Dächern der gegenüberliegenden Häuser mit Pfeilen beschossen. Trotz eines unglücklichen Treffers gelang es ihm noch einen Gondoliere heranzurufen, der ihn dann in allerletzter Sekunde  in unseren sicheren Unterschlupf zurückbrachte. Trotz seiner schweren Verletzung und seiner bereits zwischen Traum und Wirklichkeit vernebelten Wahrnehmung (oder vielleicht auch gerade deshalb) gelang es ihm während seiner Flucht wohl eher unbewusst und mit Hilfe der Zwölfe ein vorbei treibendes Holzstück aus dem Kanal zu fischen. Der Magier hatte seinen Stab wieder, den er auch dringend benötigte, um den von Pfeilen in Brust, Bauch und Bein getroffenen Verian unter den Lebenden zu halten. Er sollte uns später noch eine große Hilfe und ein guter Gefährte sein, bevor Boron ihn endgültig zu sich nehmen sollte.

    Die nächsten Tage verbrachten wir in unserem Versteck, was sich aber inzwischen eher als auswegslose Falle herausstellte. Vor dem Haus patrouillierten in gleichmäßigen Abständen die Gardisten auf der Suche nach uns und auf den Dächern auf der gegenüberliegenden Kanalseite waren immer öfter dunkle Schatten zu erkennen, die scheinbar nur darauf warteten, dass wir unserer Versteck verließen.

    Trotzdem konnten wir uns nicht ewig verstecken und das Problem aussitzen und so machte sich Helvetian auf dem Weg durch den Keller in den Kanal zu tauchen und so möglichst unbemerkt eine Gondel für unsere Flucht zu besorgen. Während seiner Abwesenheit hörten wir im Schlafzimmer des ersten Stockes Schritte, die auch nach kurzer Zeit die Treppe in das Erdgeschoss nahmen, indem wir schon kampfbereit auf den Eindringling warteten. Aber trotz der Wahrnehmung, dass die Schritte das Erdgeschoss und damit uns erreicht haben mussten, sahen wir nichts und weder ein Schuss aus Verians Ballestrina noch Barax-Axt schienen dem Eindringling etwas auszumachen und geleiteten durch in durch, wie durch Luft und auch durch mein Ansprechen zeigte es nicht sein wahres Aussehen. Im verschütten Wein auf dem Boden waren die Fußspuren dann sogar deutlich zu erkennen, aber erst eine Berührung durch Mariks Stab setzte dem Spuk ein Ende und diese Illusion oder was immer es war, löste sich in Luft auf. Um gegen ein erneutes Auftauchen dieses Phänomens gewappnet zu sein, durchsuchten Marik und ich das Schlafzimmer und er versiegelt es mit Hilfe seiner magischen Kräfte. Zudem verstreuten wir Mehl um möglicherweise erneute Fußspuren besser erkennen zu können. 

    Als auch Helvetian nach inzwischen beunruhigend langer Abwesenheit immer noch nicht zurück gekehrt war, wurden wir langsam unruhig und Lynn verlor als erste die Nerven und tratt aus der Küchentür Richtung Kanal hinaus und wurde sofort von den gegenüberliegenden Dächern beschossen. Aber mit Phex auf ihrer Seite streift sie nur ein Schuss am Kopf und wirft sie in die Küche zurück. Gleichzeitig waren Geräusche aus dem Keller zu hören und wir befürchten schon das Schlimmste, aber als die Kellertür aufsprang, betrat der uns bereits bekannte Leonir Kyorbrash mit Helvetians leblosen Körper auf den Schultern den Raum.

    Wie uns Helvetian später berichtet, hatte er vergeblich versucht Zutritt zum offiziellen Phextempel Grangors zu erhalten, der ungewöhnlicher Weise geschlossen war und wurde von den umliegenden Dächern beschossen. Ihm war es auf der Flucht gelungen drei Gondoliere, die die nächtlich gelagerten Gondeln bewachten, zu entwaffnen und eine Gondel zu entwenden. Das letzte woran er sich dann noch erinnerte war die Begegnung auf dem Rückweg zu uns mit dem Leonir im Nebel, der ihm unterstellte, dass wir den Hutmacher entführt hätten und ihn aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit im darauffolgenden Kampf relativ schnell ohnmächtig schlug.

    Aber sowohl ihm, als auch uns glaubte er, dass wir nicht die wahren Drahtzieher hinter dem Verschwinden seines Freundes waren und berichtet uns, dass das gesuchte Schwert der Tausend Morgen sich wohl bereits nicht mehr in Grangor sondern in der ersten Stadt – Kuslik – befindet. Und so forderte er uns auf schnellstmöglich nach Kuslik zu reisen, um unserer Versprechen gegenüber dem Hutmacher weiter nachzugehen.

    Wir alle und in erster Linie der Zwerg waren sehr froh diese auf Wasser gebaute und uns nicht wirklich gesonnene Stadt zu verlassen. Aber davor lag noch mal eine feuchte kraftraubende Flucht schwimmend über die Kanäle Grangors bevor uns der Junge, den wir bereits beim Hutmacher kennengelernt hatten, vom mit Kyorbrash vereinbarten Treffpunkt zu einem Fährmann, der uns ans ersehnte Festland brachte.

    Und so machten wir uns auf den Weg Richtung Süden an der Küste entlang nach Kuslik, wobei wir bereits in Sewamund merkten, dass wir nicht nur in Grangor gesucht wurden, sondern die Beilunker Reiter unsere Steckbriefe weit ins Umland ausgetragen hatten. Es war also nicht so einfach wie erhofft möglichst mit einer Kutsche von Sewamund nach Kuslik zu reisen, aber Verians und unserer aller Schauspielerischen Könnens war es dann zu verdanken, dass es uns doch noch gelang. Zunächst betrat Verian als Vurian von Vinsalt, mit seiner Gemahlin Lyneria, seinem zwergischen Architekten Burix, seinem Hofmagier Guldebar von Bentana, sowie seinen beiden Leibwächtern die Schneiderei Sewamunds und kaufte unseres Standes angemessene Kleidung. Wobei man sagen muss, dass wir aufgrund unserer Kleidung als auch besonders aufgrund Verians Auftretens, im nächsten Theater zur Belustigung der Bevölkerung ein reichhaltiges Vermögen hätten einspielen können. Aber trotz oder gerade aufgrund unseres amüsanten und nicht gerade unauffälligen Auftretens und unserer noch reichhaltigen letzten Dukatenreserve gelang es uns Kuslik auf schnellstem Wege per Kutsche zu erreichen.

    Nachdem wir in Kuslik erste Erkundungen nachgegangen waren und z.B. herausfanden, dass es dort wohl keinen zumindest jedermann bekannten Phextempel gibt, kehrten wir in eine Herberge ein um uns von den Reisestrapazen zu erholen und Pläne für unserer weiteres Vorgehen zu schmieden. Am nächsten morgen genossen wir zunächst das reichhaltige Frühstück, wobei die meisten von uns das erste Mal in den Genuss von Mocca kamen. Was das weite Aventurien doch immer wieder an neuen Eindrücken für den Gaumen zu bieten hat, ist faszinierend.  

    So machten wir uns, bis auf Verian, der Aufgrund eines erneuten Schmerzschubes durch sein Leiden es vorzog noch etwas auf seinem Zimmer zu ruhen, den Weg durchs schöne Kuslik um einen Anhaltpunkt zu finden, wo unsere Suche weitergehen soll. Sicherlich ist es Fügung der Zwölfe, dass wir uns im Magischen Theater der Visionen und Abenteuer zunächst „Der Oger und die Maid“ anschauten. Und wie der Zufall es will, sah Helvetian unter den besser betuchteren Zuschauern den alten Handelspartner, sehr einflussreichen Händler und  Aventurien weit bekannten Stover Regolan Stoerrebrandt, der ihn einmal angesprochen, sofort zu seinem mittäglichen Mahl in die Quelle einlädt.

    Nachdem wir weiteren Streiter eine wahre Ewigkeit vor der Schenke warteten und Helvetian endlich und augenscheinlich einige Stein schwerer zu uns zurückkehrte, berichtete er uns, dass er von seinem alten Bekannten erfahren hat, dass der Hutmacher lebt und Stoerrebrandt und zur Abendstund in seinem Kontor erwartet, um uns zu Helfen.

    Am Abend wurden wir dann in Stoerrebrandts-Kontor zu ihm vorgelassen. Eine wahrlich beeindruckende Persönlichkeit, die sich durch seinen Reichtum, scheinbar alles und jeden kaufen kann, so machte es zumindest bereits den Eindruck auf dem Weg durch sein Kontor. Er berichtete uns, dass wie das Schwert der Tausend Morgen auch der Hutmacher nach Kuslik geschafft wurde, wo er in einem am Abend stattfindenden Ritual von den Leonir geopfert werden soll. Er fordert uns auf, den Hutmacher lebend zu befreien und überreicht uns zur Unterstützung dieses Vorhabens Hyaler-Granaten, ringt uns allerdings ab, dass wir ihm zukünftig einen Gefallen Schulden, den er jederzeit und ohne Nachfrage einzulösen haben. Im Gegenzug sorgt er dafür, dass unser Ruf wieder hergestellt wird und wir nicht mehr von den Gardisten des Landes gesucht werden. Das Ritual sollte auf einer vom Stadtkern Kusliks leicht abgelegenen Insel in einer Lagerhalle stattfinden, zu der uns eine Fähre Stoerrebrands auch sogleich übersetzen ließ.

    Am Lagerhaus angekommen, machten wir uns, für uns eigentlich ungewöhnlich sofort ans Werk und Lynn öffnete unbemerkt eine kleine Tür am Haupttor der Lagerhalle. Was uns dann beim rein schleichen für ein Bild lieferte, war doch schon etwas furchterregend, aber uns konnte nichts von unserem Vorhaben abhalten. In der L-förmig mit hohen Mauern gebauten Lagerhalle waren an der rechten Wand der langen Seite sowohl der Hutmacher, als auch der aus Grangor vermisste Komponist und seine Geliebte, die Gemahlin des Antiquars lebend angekettet. Zudem waren mehrere dutzend Leonier in ein Ritual in Richtung der kurzen Ecke der Lagerhalle vertieft, die wir bei unserem Betreten noch nicht einsehen konnten. Spätestens hier wurde auch dem letzten in unserer Gruppe bewusst, wie groß und körperlich überlegen, diese Löwenartigen Menschenwesen eigentlich waren.

    Trotzdem verloren wir nicht unseren Mut und versuchten soweit wie Möglich unbemerkt, mit gezückten Hyaler Granaten, vorzurücken, um überraschend zuzuschlagen. Auch wenn wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht um die Ecke schauen konnten, versuchten wir unsere Granaten möglichst um die Ecke, in Richtung des Mittelpunkts des Rituals zu werfen. Leider überschätzen wir unsere Fähigkeiten und warfen unsere Granaten gegen die Ecke und nicht um die Ecke, wodurch wir zwar ein Großteil der ins Ritual vertiefte Leonir in Brand setzen konnten, aber damit auch die gesamte Gruppe in aller größte Rage brachten. Es entbrannte ein gewaltiger unübersichtlicher Kampf, indem ich relativ schnell meiner Angst vor Feuer und der überhand der Gegner geschuldet aufgrund eines schweren Treffers das Bewusstsein verlor. Als ich wieder zu mir kam, waren die Reihen der Leonir aufgrund des Feuers aber auch aufgrund der Kampfstärke meiner Gefährten bereits stark gelichtet. Das Hauptproblem, der vorher nicht gesehene scheinbare Anführer, ein nochmals zwei Kopf größerer, das Schwert der tausend Morgen führende Leonir, war inzwischen sowohl mit Helvetian, als auch mit Lynn in einen Kampf verwickelt, zwar schwer verwundet, aber ein schier übermächtiger Gegner. Durch einen glücklichen Stoß zwischen die Rippen an seine verwundbarste Stelle gelang es mir schließlich Ihm den Gar aus zu machen. Die Leonir waren besiegt aber die Verluste auch auf unserer Seite waren nicht gering. Nachdem wir die Gefangenen befreit hatten, war es nur den übernatürlichen Fähigkeiten des Hutmachers zu verdanken, dass der Zwerg diese Schlacht nicht bei Boron beendete. Aber auch der Rest von uns, hatte seinen Preis bezahlt für diesen Sieg und so schafften wir es nur mit letzter Kraft zurück ins Stoerrebrandsche Kontor, indem wir bereits erwartet wurden. Stoerrebrand nahm das Schwert der tausend Morgen an sich und quartierte uns in der Quelle ein und übergab uns in Peraines heilende Hände.

    So kamen wir in den folgenden Tagen auch wieder zu Kräften, bis auf Verian, der aufgrund seiner Verletzungen erschwert durch seine Krankheit immer mehr dahinsichte. Und als er dann ins Sichenhaus verlegt wurde um seine letzten Tage zu verleben, war die Zeit für uns gekommen Abschied zu nehmen. Wir hatten zwar in der kurzen Zeit kaum Gelegenheit gehabt hinter seine sehr außergewöhnlichen Fassade und sein Auftreten zu blicken und ihn kennenzulernen, aber er es viel uns trotzdem schwer einen so hilfreichen und liebgewonnen Gefährten zurückzulassen. Gerne hätten wir sicherlich noch die eine oder andere Runde Boltan auf unseren Wegen zusammen gespielt oder den Wein geteilt, aber die Götter haben einen anderen Weg für ihn bestimmt.

    So war es auch nicht verwunderlich, dass wir nach diesem schweren Abschied eher planlos und Gedanken versunken durch Kuslik irrten, mit vernebelten Instinkten, die erst als es zu spät war merkten, das Gefahr im Anmarsch war. Und so geschah es am Hafen von Kuslik, das ich bevor ein Schlag von hinten auf den Kopf uns die Sinne nahm, einen der feigen Angreifer nur noch hörte, wie er zu einem weiteren sagte: „Die werden einen schönen Preis auf dem Sklavenmarkt in Al’ Anfa bringen“ Aber das ist eine Geschichte, die erzähle ich dir ein anderes Mal, alter Freund und nun lasst uns ein weiteres Bier trinken auf meine alten Gefährten.“

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