Episode 3: Run with the Pack

Autor: Roger König
Montag, 17 April 2017

  • Am 18. März 1955 wurden wir von 2nd Director Thompson darüber informiert, dass wir nach Anaheim, CA reisen würden, um dort einen Todesfall auf der Großbaustelle "Disneyland" zu untersuchen. Noch am gleichen Abend erreichten wir Anaheim und wurden von Mr. James Fowler zur Baustelle gebracht. Nach einer Nacht in den Baracken, wurden wir am nächsten morgen zum "Tatort" gebracht. Dort fanden wir einen immensen Blutfleck (siehe anliegende Fotos). Der Blutfleck war ~ 2 m im Durchschnitt und laut Dr. Fox deutete dies auf einen Todesfall hin. Von dem Blutfleck aus führten Schleifspuren in den umliegenden, teils künstlichen, Dschungel. Den Spuren folgend entdeckten wir weiteres Blut im Mulch, dass hier den Boden bedeckte. Außerdem fanden wir eine linke menschliche Hand, einen Fußstumpf und teile menschlicher Eingeweide. Wir sicherten alle Beweismittel und sprachen mit Joe Fowler, der die Oberaufsicht über die Baustelle hatte. Er erklärte uns, dass Mark Harris vermisst wurde und sicherte uns neue Schlafräume, sowie ein Labor zu, damit wir unsere Untersuchungen korrekt fortführen konnten. Die Untersuchungen von Dr. Fox ergaben, dass das Blut, sowie die Körperteile von ein und derselben Person stammten. Eine Überprüfung des Mulchhexlers, der für das Adventureland eingesetzt wurde, ergab nichts. 

     

    Später am Tag wurden wir über 2 weitere Tote informiert. Diese fanden wir in den Einrichtungen des Peter Pan Flights. Bei den Opfern handelte es sich um Raul Marshall und Steve Flemming. Die Opfer wurden offenbar beim Prüfen der Bahn von einem Wagen erfasst. Eines der Opfer wurde dabei noch weiter mitgeschliffen. Wir sammelten auch hier alle Beweismittel und untersuchten die Funktion der Bahn. Unfall oder Sabotage? Unsere Untersuchungsergebnisse waren nur in einer Hinsicht eindeutig: Beim Bau der Attraktion wurde massiv gepfuscht. Es gab jedoch keinerlei Übereinstimmungen zu dem, was mit unserem ersten Opfer passiert war. In der folgenden Nacht erfuhren wir von dem 4. Toten. Nahe den Baracken, in denen die Bauarbeiter wohnten, fanden wir die überreste eines Menschen an der Grenze zu den, die Baustelle umgebenen, Orangenbäumenn. Allerdings nur die untere Hälfte, vom Bauchnabel abwärts. Die Brutalität und rohe Krafteinwirkung, die hier zum Tod geführt hatte, war vergleichbar mit den gefundenen Körperteilen des 1. Opfers. Außerdem führten auch hier Spuren vom Opfer weg und in die Orangenbaumplantage. Wir folgten den Spuren in die Plantage und fanden dabei den rechten und linken Arm des Opfers. Am linken Arm deutete das, noch immer verbundene, Schultergelenk ebenfalls auf extreme Krafteinwirkung hin. 

     

    Am folgenden Tag waren wir gerade auf dem Weg zum Frühstück, als wir Zeuge wurden, wie ein Gerüst, aufgrund von völliger Überbelastung, einstürzte und mind. 2 Dutzend Menschen teils schwer verletzte. Wir halfen, wo wir konnten und bargen die Verletzten, während Dr. Fox 2 lebensgefährlich verletzten Menschen durch Notoperationen das Leben rettete. Im Anschluss an dieses Unglück versuchten wir uns einen Reim darauf zu machen, was hier vor sich ging. SA Bishop war es, der uns dann zurück auf die richtige Spur brachte. Er machte uns klar, dass wir uns allein auf den ersten und den letzten Toten konzentrieren mussten. Schließlich war das 1. Opfer der Grund warum wir hier waren und das letzte Opfer wies als einziges Gemeinsamkeiten dazu auf. 

     

    Im Anschluss befragten SA Bishop und SA Caulfield erneut die Arbeiter, was sie zu einem gewissen Francesco führte. Von ihm hörten sie, dass der Mythos eines "schwarzen Geists" unter den Arbeitern verbreitet war. SA Fox und ich untersuchten derweil erneut den Fundort des 1. Opfers. Es wurde inzwischen schon dunkel und regnete, wie bereits die letzten Tage immer wieder. Trotzdem gelang es Dr. Fox ein paar Haare (Fell), die wir vorher übersehen hatten, sicher zu stellen. Als wir uns gerade zurückziehen wollten, aufgrund der Dunkelheit, kamen uns SA Caulfield, SA Bishop und James Fowler entgegen. Es hatte eine weitere Leiche gegeben, in der nähe von Fort Wilderness. Wir folgten dem Flusslauf bis wir auf Blutspuren stießen und folgten diesen in Richtung Fort Wilderness. Desto näher wir dem Fort kamen, desto deutlicher war auch Wolfsgeheul zu vernehmen. Nach einer Weile konnten wir dann einen riesigen Schatten sehen, der über etwas gebeugt stand. Mit gezogenen Waffen näherten wir uns und der Schatten entpuppte sich als übernatürlich großer Wolf (Schulterhöhe über 8 Fuß). Der Wolf zog sich in das Fort zurück, während wir uns verteilten. Gerade als wir weiter vorrücken wollten, sprang der Wolf mit einem Satz über die Mauer des Forts und auf SA Bishop zu. Dieser wich aus und eröffnete, genau wie alle anderen Agenten, das Feuer auf das Biest. Mehr als 30 Kugeln müssen den Wolf getroffen haben, der unglücklicherweise auf James Fowler landete. Als das Wesen immernoch nicht tot war, schoß SA Bishop erneut und das Biest war tot. Leider durchschlug die letzte Kugel den Wolf und traf James Fowler darunter. Wir befreiten Mr. Fowler von dem Wesen, das auf ihm lag und meine Kollegen brachten ihn in Sicherheit, während ich Beweisfotos von dem abnormal großen Biest schoss. Anschließend ging ich Richtung Fort, als ich einen Menschen laut ausatmen hörte. Ich drehte mich um und wo vorher noch der Wolf lag, lag nun ein Mann mittleren Alters. Er wies die gleichen Schussverletzungen auf, die zuvor der Wolf hatte und seine letzten Worte waren "Es tut mir leid." Dann erlag er seinen Verletzungen. Wir brachten James Fowler anschließend in Sicherheit und bargen auch die letzten Leichen. 

     

    Meine Kollegen teilten mir mit, dass es sich bei dem Mann, den ich anstelle des Wolfs vorfand, um Elmer Zinneman handelte. Er war zuvor bereits in einen früheren Fall der Division 4 verwickelt (siehe Aktenzeichen 4.05.01.1942 "Not in Nottingham"). Am nächsten Tag reisten wir mit allen gesicherten Beweismitteln und der Leiche von Elmer Zinneman im Gepäck, zurück nach Washington, DC. 

    Walt Disney hat einmal gesagt: Wenn Du durch die Hölle gehst, höre nicht auf zu laufen.

     

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